Hinten im Hof
Manche Sätze begleiten uns ein Leben lang. Und erst viele Jahre später merken wir, dass sie inzwischen etwas ganz anderes erzählen.
"Hinten im Hof" — diesen Satz gab es schon in meiner Jugend. Mein kleiner Bruder und ich haben ihn oft benutzt. Er stammt aus dem Film „Das Leben des Brian“ von Monty Python, jenem Moment, in dem ein besorgter Wärter in einem Gefängnis meldet, die Kreuze für die Verurteilten gehen aus — und ein Kollege ihn dann beruhigt: Wir haben noch eine Menge. Hinten im Hof.
Damals fanden wir das einfach komisch.
Heute hat der Satz für mich eine neue Bedeutung bekommen.
Hinten im Hof liegen all die Dinge, um die ich mich irgendwann kümmern möchte. Die Ideen. Die angefangenen Projekte. Die liegen gebliebenen Briefe. Der Gedanke, endlich mal wieder... na ja, du weißt schon.
Manchmal gehe ich in Gedanken dort spazieren. Ordentlich sieht es dort nicht immer aus.
Aber zwischen all dem liegen eben nicht nur Pflichten. Dort liegen auch Träume.
Und Aufräumen ist manchmal eine gute Idee.

